Video-Report 2016

Die Highlights der NZZ Real Estate Days 2016


Take-aways

Dr. Andrea Martel, Wirtschaftsredaktorin NZZ

Externe Seite: thumb-16.jp.jpg

Marten Wassmann

Partner, Benthem Crouwel Architekten

Externe Seite: thumb-15.jpg

Die architektonische Entwicklung von Städten ist eine grosse Herausforderung, nicht zuletzt weil viele Dinge unter einen Hut zu bringen sind und gleichzeitig mit zahlreichen Restriktionen umgegangen werden muss. Marten Wassmann vom international tätigen Architekturbüro Benthem Crouwel Architects sieht es als Kernaufgaben des heutigen Städtebaus an, einerseits die häufig blockierten Innenstädte zu revitalisieren und andererseits die Potenziale der Peripherien zu verbessern und zu nutzen. Zu den zentralen Erfolgsfaktoren solcher Vorhaben zählt für Wassmann, dass man im Planungsprozess für fundamentale Richtungsänderungen offen ist und die Projekte so konzipiert, dass sie genug Raum und Flexibilität für weitere Entwicklungen zulassen, seien es Erweiterungen oder auch Adaptionen.

Zoom: sae_2187.jpg
Zoom: sae_2192.jpg
Zoom: sae_2199.jpg
Zoom: sae_2201.jpg
Zoom: sae_2205.jpg
Zoom: sae_2187.jpg

Podium: Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft

Dr. Jörg Kaiser, Peter T. Sany, Dr. Stephan Sigrist

Externe Seite: thumb-14-e.jpg

Peter T. Sany, Dr. Jörg Kaiser und Dr. Stephan Sigrist diskutierten auf dem Podium über die Chancen und Risiken der Digitalisierung. Der digitale Wandel macht auch vor dem Immobiliensektor nicht halt. Daraus ergeben sich neuartige Möglichkeiten für sämtliche Akteure entlang der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig birgt die Digitalisierung auch Gefahren.

Zoom: sae_2078.jpg
Zoom: sae_2093.jpg
Zoom: sae_2112.jpg
Zoom: sae_2127.jpg
Zoom: sae_2138.jpg
Zoom: sae_2078.jpg

Peter T. Sany

Präsident und CEO, TM Forum

thumb-13-e.jpg

Kaum ein Thema beschäftigt die Immobilienwirtschaft so stark wie die Digitalisierung. An wie vielen unterschiedlichen Stellen diese Entwicklung die Branche beeinflusst bzw. verändert, hat eine Podiumsdiskussion an den NZZ Real Estate Days gezeigt. Von der Planung über die Ausführung einzelner Baumassnahmen, die Vernetzung der Gebäude und Funktionen in den Städten bis hin zur Stadtentwicklung: Die Digitalisierung ist omnipräsent. Dabei zeigte sich, dass es im Kern nicht um die Ausarbeitung von digitalen Strategien geht, sondern um Strategien, die in einer komplett digitalisierten Welt funktionieren. Damit diese erfolgreich sind, müssen jedoch zumindest am Anfang eines Projekts die Bedürfnisse und der potenzielle Nutzen der Menschen stehen und nicht eine technologische Lösung im Sinne einer l'art pour l'art.

Zoom: sae_2039.jpg
Zoom: sae_2049.jpg
Zoom: sae_2055.jpg
Zoom: sae_2056.jpg
Zoom: sae_2065.jpg
Zoom: sae_2039.jpg

Oona Horx-Strathern

Trendforscherin, Zukunftsinstitut

Externe Seite: thumb-12.jpg

Wie beeinflussen Megatrends und die stets damit verbundenen Gegentrends die Art und Weise wie wir leben? Die Futurologin Oona Horx-Strathern illustrierte an verschiedenen Beispielen, wie sich Veränderungen in der Gesellschaft auf Städte und Lebensformen auswirken. So bedinge das Altern der Gesellschaft und die länger werdenden Phasen, in denen betagte Menschen betreut werden müssen, Wohnformen, die auf diese Herausforderungen zugeschnitten sind. In gleicher Weise fordere die zunehmende Individualisierung, die mit schrumpfenden Haushaltsgrössen einhergeht, ebenfalls neue Lösungen, da die Menschen vermehrt auf der Suche nach Gemeinschaften sind. Um sogenannte Smart-Cities zu schaffen, müssten die Gebäude den Lebensformen der Bewohner in den Vordergrund untergeordnet werden.

Zoom: sae_1852.jpg
Zoom: sae_1869.jpg
Zoom: sae_1873.jpg
Zoom: sae_1898.jpg
Zoom: sae_1906.jpg
Zoom: sae_1852.jpg

Joseph Sitt

Präsident und CEO, Thor Equities

Externe Seite: thumb-11.jpg

Joseph Sitt hat an den NZZ Real Estate Days auf die Wichtigkeit von politischen und makroökonomischen Risiken für Immobilieninvestoren hingewiesen. Der Chef von Thor Equities, einer in Nord- und Südamerika sowie in Westeuropa investierenden Immobiliengesellschaft erinnert daran, wie schnell sich die politische Lage in Ländern wie den Philippinen oder in Malaysia verändert hat oder wie stark sich die Normalisierung der Geldpolitik in den USA auf die Währungen von Schwellenländern ausgewirkt hat. Ein weiteres Beispiel sei der überraschende Ausgang der Brexit-Abstimmung in Grossbritannien gewesen. Solche Ereignisse eröffneten die einmalige Chance, Liegenschaften zu erwerben, die unter normalen Umständen nie auf den Markt gekommen wären. Für Sitt hat die Bedeutung von politischen Risiken in der jüngeren Vergangenheit zugenommen. Von der Immobilienbranche werde diese Entwicklung bisher noch unterschätzt.

Zoom: sae_1758.jpg
Zoom: sae_1768.jpg
Zoom: sae_1795.jpg
Zoom: sae_1820.jpg
Zoom: sae_1823.jpg
Zoom: sae_1758.jpg

Wisi Zgraggen

Externe Seite: thumb-10.jpg

Als Überraschungsgast trat am diesjährigen RED der Landwirt Wisi Zgraggen auf. Er brachte den Anwesenden eindrücklich die Kunst des positiven Denkens bei. Zgraggen hat bei einem schrecklichen Arbeitsunfall beide Arme verloren. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, seinen Hof mit voller Tatkraft weiterzuführen. Wir lernen: Auch wenn eine Lage aussichtslos scheint, lohnt es sich, zu kämpfen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Zoom: sae_1369.jpg
Zoom: sae_1400.jpg
Zoom: sae_1411.jpg
Zoom: sae_1421.jpg
Zoom: sae_1436.jpg
Zoom: sae_1369.jpg

Trend-Radar

Pitches der drei Finalisten, Live-Voting und Auszeichnung

Externe Seite: thumb-09.jpg

Nach der letztjährigen Premiere hatten die Teilnehmenden der NZZ Real Estate Days im Rahmen des Wettbewerbs «Trend-Radar» die Möglichkeit, die attraktivste Immobilieninvestment-Idee per Publikumsvoting zu bestimmen. Die Auszeichnung «Investor’s Choice 2016» erhielt crowdhouse.ch. Dank der Plattform kann jedermann direktes Miteigentum an Immobilien erwerben.

Zoom: sae_1212.jpg
Zoom: sae_1224.jpg
Zoom: sae_1257.jpg
Zoom: sae_1277.jpg
Zoom: sae_1343.jpg
Zoom: sae_1212.jpg

Podium: Die Zukunft der Immobilienanlagen

Ivo Furrer, Ruedi Baer, Rupert Schaefer

Externe Seite: thumb-08.jpg

Welche Innovationsformen werden sich in der Schweiz durchsetzen? Wie kann die Immobilienwirtschaft konkurrenzfähig bleiben? Und welchen Einfluss haben neue Technologien auf Investitionen im Real-Estate-Bereich? Diese und weitere Fragen diskutierten Swiss Life CEO Dr. Ivo Furrer, crowdhouse.ch-Gründer Ruedi Baer und Finma-Vertreter Rupert Schaefer im Podium zum Thema «Die Zukunft der Immobilienanlagen».


Alessandro Carroccia

Group CEO, avobis Gruppe

Externe Seite: thumb-07.jpg

In der Schweiz haben die Banken derzeit einen im internationalen Vergleich untypisch hohen Marktanteil am Hypothekargeschäft von rund 94%. Noch, denn laut Alessandro Carroccia vom Immobilien- und Hypothekendienstleister Avobis wird sich dies in der Zukunft ändern. Einerseits werden nachrangige Hypotheken (Zweithypotheken) für Banken aufgrund von regulatorischen Vorschriften weniger interessant. Anderseits besitzen Pensionskassen und Anlagestiftungen im Hypothekargeschäft Wettbewerbsvorteile gegenüber den Kreditinstituten und auch Versicherungsgesellschaften stossen immer stärker in den Markt. Schliesslich drängen aber auch neue Akteure in den Kreditmarkt, nicht zuletzt auch private Anleger, die über Finanzierungsplattformen in Immobilien investieren. In diesem Bereich hat die Schweiz allerdings noch viel (Steigerungs)Potenzial. Während dort in den USA inzwischen hunderte Anbieter tätig sind, ist es hierzulande gerade einmal eine Handvoll.

Zoom: sae_0977.jpg
Zoom: sae_0979.jpg
Zoom: sae_0997.jpg
Zoom: sae_1004.jpg
Zoom: sae_1021.jpg
Zoom: sae_0977.jpg

Bundesrätin Doris Leuthard

Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)

Externe Seite: thumb-06.jpg

Bundesrätin Doris Leuthard hat der Immobilienbranche an den NZZ Real Estate Days teilweise ins Gewissen, gleichzeitig aber auch aus dem Herzen gesprochen. Um einerseits genügend Wohnraum für eine wachsende Bevölkerung zur Verfügung zu stellen und auch die energetischen und emissionsbezogenen Anforderungen zu erfüllen, sind nach Meinung der Bundesrätin sowohl die privaten Investoren als auch die Kantone und Gemeinden stärker gefordert. Ziel müsse es sein, die derzeitige Renovationsquote von Gebäuden von 1% jährlich auf 2% zu verdoppeln. Der Bund unternimmt derzeit mehrere Anstrengungen in diese Richtung. Dazu zählt unter anderem ein Gebäudeprogramm, das bis 2025 ein Volumen von rund 450 Mio. Fr. umfassen wird. In einem weiteren Projekt werden unnötige Bauhindernisse (etwa Vorschriften zum Schattenwurf) überprüft und nicht zuletzt habe man sich auf Seiten des Bundes zu Optimierungsmassnahmen in Bezug auf Energieverbrauch und Emissionen verpflichtet. Zu wenig Anreize für zukunftsgerichtete Investitionen würden derzeit von den Kantonen ausgehen. Spätestens ab 2025 müsse sich dies ändern, wenn das Gebäudeprogramm des Bundes ausläuft, fordert Leuthard. Ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich der Kantone und Gemeinden fallen die Vorschriften zur Verdichtung. Auch hier gebe es viel Verbesserungspotenzial, so die Bundesrätin.

Zoom: sae_0771.jpg
Zoom: sae_0818.jpg
Zoom: sae_0820.jpg
Zoom: sae_0850.jpg
Zoom: sae_0871.jpg
Zoom: sae_0771.jpg

Verleihung des NZZ Real Estate Award - AGs

Externe Seite: thumb-05.jpg

Im Rahmen der Konferenz wurde bereits zum sechsten Mal der NZZ Real Estate Award vergeben. Mit der Auszeichnung prämiert die Jury die beste kotierte Schweizer Immobilienaktiengesellschaft sowie die Aufsteigerin des Jahres 2016. Der begehrte Preis für die beste AG ging an die Swiss Prime Site AG. «Mit Leuchtturmprojekten wie dem Messeturm Basel, Sihlcity und dem Prime Tower haben die Investitionen der SPS die Schweizerische Stadtlandschaft sichtbar mitgeprägt», erklärt Jurypräsident Andreas Loepfe. Die Auszeichnung für den besten Newcomer ging an die Intershop Holding AG, die dank einer hervorragenden operativen Leistung und starken Aufwertung am Kapitalmarkt von Platz drei auf Platz zwei vorrücken konnte.

Zoom: sae_0635.jpg
Zoom: sae_0654.jpg
Zoom: sae_0675.jpg
Zoom: sae_0682.jpg
Zoom: sae_0724.jpg
Zoom: sae_0635.jpg

Marcel Scherrer

Partner, Wüest & Partner

Externe Seite: thumb-04.jpg

Trotz einer deutlichen Abkühlung des Schweizer Liegenschaftenmarkts überwiegt bei Immobilienentwicklern noch immer die positive Stimmung. Zwar hat sie sich laut dem an den NZZ Real Estate Days vorgestellten Entwicklungsbaromater von Wüest Partner gegenüber 2014 leicht eingetrübt. Der angesichts mickriger Renditen am Kapitalmarkt ungebrochen hohe Kapitalzufluss in die Anlageklasse sorgt jedoch unter dem Strich weiterhin für eine positive Einschätzung. Marcel Scherrer von Wüest Partner vermutet jedoch, dass Ungleichgewichte programmiert sind. Wichtige Segmente des Marktes wie jene für Büro- oder Verkaufsflächen schätzen die Entwickler  als unattraktiv ein, die meisten wollen sich auf Wohnobjekte konzentrieren. Dort, wo es dafür genug Raum hat, also abseits der Zentren und Agglomerationen, sinken die Renditen und dort, wo die Attraktivität hoch ist, hat es zu wenig Raum (etwa in den Grossstädten) oder die Nachfrage dürfte rasch gesättigt sein (etwa in Spezialsegmenten wie Alterswohnungen).

Zoom: sae_0560.jpg
Zoom: sae_0578.jpg
Zoom: sae_0581.jpg
Zoom: sae_0587.jpg
Zoom: sae_0620.jpg
Zoom: sae_0560.jpg

Prof. Dr. Xuewu Gu

Center for Global Studies (CGS), Universität Bonn

Externe Seite: thumb-03.jpg

Nicht nur in der Schweiz ist die Frage, ob eine Immobilienblase zu platzen droht, ein Dauerbrenner. Noch mehr gilt dies für China, weil sich an ein solches Ereignis auch eine gravierende Finanzkrise anschliessen könnte. Trotz rasanter Preissteigerungen in vielen chinesischen Metropolen teilt Xuewu Gu, Professor am Center for Global Studies der Universität Bonn, diese Sorgen nicht. In China gebe es ein selbstregulierendes System, in dem Verkäufer bzw. Kreditgeber, hungrige Käufer und flexible Kontrolleure bzw. Regulatoren miteinander agieren. Droht der Markt zu überhitzen, steuert der Staat gegen, im gegenteiligen Fall, senkt er die Hürden für einen Immobilienkauf. Dass die Nachfrage für urbanen Wohnraum noch lange nicht abbrechen wird, illustriert Gu anhand der vielen Millionen Landbewohnern, die laufend in die Städte ziehen. In zunehmendem Mass zieht es in jüngster Zeit chinesische Immobilieninvestoren auch in das Ausland. Die meisten chinesischen Gelder fliessen nach Grossbritannien, ebenfalls eine wichtige Rolle spielen Italien, Frankreich, Deutschland und Portugal. Die Schweiz bildet diesbezüglich quasi einen weissen Fleck auf der Landkarte, nicht zuletzt aufgrund der von den chinesischen Investoren als hoch angesehenen regulatorischen Hürden.

Zoom: sae_0431.jpg
Zoom: sae_0439.jpg
Zoom: sae_0452.jpg
Zoom: sae_0471.jpg
Zoom: sae_0492.jpg
Zoom: sae_0431.jpg

Prof. Dr. Thomas Wiedmer

Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, Schweizerische Nationalbank

Externe Seite: thumb-02.jpg

Thomas Wiedmer, stellvertretendes Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, warnt davor, die Risiken am Schweizer Immobilienmarkt zu unterschätzen. Die Preisdynamik im Eigenheimsegment habe zwar abgenommen und auch das Kreditvolumen nehme nicht mehr so rasch zu, aber für eine Entwarnung sei es zu früh. Im Vergleich zu den Mieten seien die Eigenheimpreise beispielsweise nach wie vor sehr hoch. So lange die Zinsen so niedrig seien, bleibe die Lage fragil, denn der Margendruck verleite die Banken dazu, mehr Risiken einzugehen, während die Haushalte sich noch stärker verschuldeten. Mitten im Zinszyklus die Bedingungen der Kreditvergabe zu ändern, wie dies einige Banken derzeit fordern, sei keine gute Idee.

Zoom: sae_0351.jpg
Zoom: sae_0358.jpg
Zoom: sae_0363.jpg
Zoom: sae_0371.jpg
Zoom: sae_0394.jpg
Zoom: sae_0351.jpg

Begrüssung Real Estate Days 2016

Dr. Peter A. Fischer, Wirtschaftschef der NZZ

Externe Seite: thumb-01.jpg

Peter A. Fischer, Wirtschaftschef der NZZ, eröffnete die Real Estate Days 2016. In seiner Begrüssung wies er auf die Chancen und Risiken des aktuellen Umfeldes hin und betonte die Bedeutung der Digitalisierung für die Immobilienbranche.

Zoom: sae_0278.jpg
Zoom: sae_0302.jpg
Zoom: sae_0307.jpg
Zoom: sae_0326.jpg
Zoom: sae_0333.jpg
Zoom: sae_0278.jpg